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Crossing Cycles – Strukturen der Symbiose

Architektur ist ein visionärer Beruf, der Konzepte mit aufkommenden Material- und Ingenieurtechnologien kombiniert, die Einblicke in mögliche Zukunftsperspektiven geben. „Crossing Cycles“, Farm of the Future, von den muu-baa-Mitgliedern Stefan Rier und Lukas Rungger von NOA* untersucht drei imaginäre Strukturen für den Hof.

Crossing Cycles, Farm of the Future by NOA

Die erste Struktur, der „Kuhstall“, zeigt, wie die Methanproduktion von Kühen zu aufblasbaren Strukturen genutzt werden kann. Ein gasförmiges Nebenprodukt bei der Verbrennung des Methans ist Kohlendioxid. Diese wird von Blaualgen aufgenommen, die später als Biomasseergänzungsfutter für die Kühe geerntet werden und einen symbiotischen Produktionszyklus durchlaufen.

„Sonnenschornsteine“, vertikale, solarbetriebene Silos, subtropische und tropische Früchte, wobei das Bewässerungswasser über einen Fischteich recycelt wird und die Warmluft durch aufblasbare, von der Sonne erwärmte PVC-Strukturen bereitgestellt wird. Zu den Möglichkeiten für Wohlfühlerlebnisse gehören Spaziergänge in den Obsttürmen, Pediküren durch die Fische im Teich und die Entspannung auf den aufblasbaren Strukturen.

Die letzte Vision ist ein modernes Bauernhaus mit einer biomorphen Blase und multifunktionalen privaten/öffentlichen Räumen. So fungiert beispielsweise eine erweiterbare Struktur als temporäres öffentliches Theater oder als Raum für die Entspannung der Familie.

Während sich diese Vision seltsam anfühlt, ist die Realität eines Bauernhofs als Quelle erneuerbarer Energien und Produktion heute hier. Der Bauernhof La Bellota in der Nähe von Turin, Italien, ist energieautark und nutzt eine Kombination aus Biomasse-, Solar- und Wasserstoffquellen. Wo können die Realität von La Bellota und die Vision von Crossing Cycles hybridisiert werden?