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Überlegungen zu Explorations #05 Die Güllewirtschaft

Am 1. Juni 2019 (dem ersten Sonnentag!) trafen sich Fachleute aus Agrarökonomie, Landwirtschaft, Innovation und nachhaltiger Umweltentwicklung mit Öko-Sozialdesignern, um über den Stand der “Güllewirtschaft” in Südtirol zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln. Die Ergebnisse? Eine einzigartige kollektive Darstellung der Milchwirtschaft, die ihr Verhältnis zur Güllewirtschaft zeigt, zeigt, dass diese unterausgebeutet und ihre Netzwerke unterentwickelt sind. Aus diesen Erkenntnissen konnten die Teilnehmer zwei innovative, im Gebiet verwurzelte Konzepte entwickeln, um den Dünger unter Nutzung lokaler Ressourcen und Potenziale zu nutzen.

Zur Eröffnung des Workshops gaben mehrere Experten – Dr. Walter Huber, Präsident von h2-Südtirol für Biogas Wipptal, Thomas Prünster und Christian Plitzner, BRING, Wilhelm Haller, Südtiroler Bauernbund und Landwirt Andreas Stockner vom Schnagerer Hof, Brixen – ihre Perspektiven zu Güllepraxis und -nutzung in Südtirol bekannt. Anschließend sprach Prof. Alastair Fuad-Luke über die Zusammenhänge zwischen Milchproduktion und Gülleproduktion in Südtirol aus gestalterischer Sicht. Die lokale Designerin Martina Dandolo und Prof. Fuad-Luke moderierten dann eine Mapping-Session mit einem Multi-Level-Perspektive (MLP)-Analysetool zur Visualisierung von Informationen und Wissen über die Wirtschaftlichkeit von Milch und Gülle. Wichtige lokale, regionale und überregionale Akteure und Stakeholder wurden identifiziert und der Mikro-, Meso- oder Makroebene des MLP-Diagramms zugeordnet. Sie wurden weiter in Primär- und Sekundärproduzenten und Verbraucher, Institutionen und privilegierte Beobachter unterteilt. Es folgte eine Diskussion über die generierten Karten.

Am Nachmittag widmete sich die Zeit dem Brainstorming und Scoping-Konzept, das entwickelt werden konnte, um den Dünger als wertvolle Ressource besser zu nutzen. Die Teilnehmer wechselten zwischen den beiden Gruppen, um den Prozess zu unterstützen. Zwei spannende Konzepte waren geboren.

Der erste betrifft eine Dienstleistung eines Sozialunternehmens, das die Rohgülle sammelt und in ein Produkt mit standardisierten Eigenschaften für den Baumschul-, Garten- und Gartenbaumarkt umwandelt. Inspiriert von der Kreislaufwirtschaft kommt die Aktivität auch dem Tourismus, der Erhaltung der Biodiversität und des Bodens sowie der Wasserwirtschaft zugute.

Das zweite Konzept, inspiriert vom Museo delle Merda (Scheiß-Museum) in der Provinz Piacenza, sieht ein verteiltes, erlebnisreiches Museum vor, das auf verschiedenen Höfen untergebracht werden kann und/oder ein Wandermuseum auf dem Gebiet Südtirols ist. Das Museum widmet sich den biologischen Prozessen der Lebenswelt und ihren Veränderungen. Es verbindet in neuer Form die Welt des Besuchers mit der Welt des Bauern.

Wie immer, der informelle und angenehme Kontext eines halb-ländlichen und geselligen Ortes (Bistro Wiesl), an dem der Workshop stattfand, förderte das Brainstorming, den Austausch von Wissen, den Aufbau fruchtbarer Beziehungen, analytische Ansätze aus verschiedenen Perspektiven und kollektive Kreativität.

Muu-baa wird wahrscheinlich im Herbst 2019 einen Folgeworkshop zur Güllewirtschaft veranstalten, um die Konzepte weiterzuentwickeln und es anderen zu ermöglichen, ihre Stimmen und Erfahrungen einzubringen.

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